Riesenmaulhai

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Übertrieben. Groß. Maulig.

Fleisch (1)

Was genug war, war genug.
Was mit Lausbubenenstreichen angefangen hatte, hatte sich zu einem wahren Atomkrieg entwickelt. Und dabei war es Anfangs so unschuldig.
Wer den ersten Stein warf, weiß heute keiner mehr. Aber als gesichert kann angenommen werden, wer der Held, und wer der Bösewicht unserer Geschichte war.
Im Osten, der Alte, der weise und greise Held. Das Schicksal hatte ihn liebkost mit gutem Aussehen, Charme und Kreativität. Probleme und Gefahrensituation löste er mit Souveränität und Witz. Einfach ein Mann von Welt.
Im Westen: Der Klassenfeind. Ein grobschlächtiger Hüne, der seine Suppe mit der Kelle aus dem Topf isst, in der freien Natur lebt. Einer, der immer den bequemen anstatt des eleganten Weges gehen wird.
Die unschuldigen Zeiten ihrer Fehde waren mit den ersten heißen Sommertagen verstrichen.
Fein säuberlich wurden lange Fäden in Honig eingelegt und nächtens vor die Tür des Widersacher gehangen. Stühle wurden demontiert und ohne Schrauben wieder zusammengestellt. Dringend benötigte Badezimmerschlüssel im Backofen heiß gemacht. Selbstverständlich waren auch die Klassiker dabei: Verwaistes Nudelwasser wurde beinah bis zur Lauge mit Salz gesättigt, halboffene Türen waren ein fast untrügliches Zeichen für gefährdende Wassereimer von oben, Hausschlüssel wurden heimlich außer Haus gebracht, im Schlafe musste man mit dekorativen Pseudo-Verwundungen oder überraschenden Menschen-Sandwiches rechnen. „You name it“, wie die anglo-amerikanische Zunge verlautbaren würde.
Aber eines bitt’ren Tages – da hatte der Höhlenbewohner aus dem Osten es übertrieben. Er hatte zuviel riskiert.
Nämlich eine richtig dicke Rippe.
(to be continued)

Was genug war, war genug.

Was mit Lausbubenenstreichen angefangen hatte, hatte sich zu einem wahren Atomkrieg entwickelt. Und dabei war es Anfangs so unschuldig.

Wer den ersten Stein warf, weiß heute keiner mehr. Aber als gesichert kann angenommen werden, wer der Held, und wer der Bösewicht unserer Geschichte war.

Im Osten, der Alte, der weise und greise Held. Das Schicksal hatte ihn liebkost mit gutem Aussehen, Charme und Kreativität. Probleme und Gefahrensituation löste er mit Souveränität und Witz. Einfach ein Mann von Welt.

Im Westen: Der Klassenfeind. Ein grobschlächtiger Hüne, der seine Suppe mit der Kelle aus dem Topf isst, in der freien Natur lebt. Einer, der immer den bequemen anstatt des eleganten Weges gehen wird.

Die unschuldigen Zeiten ihrer Fehde waren mit den ersten heißen Sommertagen verstrichen.

Fein säuberlich wurden lange Fäden in Honig eingelegt und nächtens vor die Tür des Widersacher gehangen. Stühle wurden demontiert und ohne Schrauben wieder zusammengestellt. Dringend benötigte Badezimmerschlüssel im Backofen heiß gemacht. Selbstverständlich waren auch die Klassiker dabei: Verwaistes Nudelwasser wurde beinah bis zur Lauge mit Salz gesättigt, halboffene Türen waren ein fast untrügliches Zeichen für gefährdende Wassereimer von oben, Hausschlüssel wurden heimlich außer Haus gebracht, im Schlafe musste man mit dekorativen Pseudo-Verwundungen oder überraschenden Menschen-Sandwiches rechnen. „You name it“, wie die anglo-amerikanische Zunge verlautbaren würde.

Aber eines bitt’ren Tages – da hatte der Höhlenbewohner aus dem Osten es übertrieben. Er hatte zuviel riskiert.

Nämlich eine richtig dicke Rippe.

25092009014

(to be continued)

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