Riesenmaulhai

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Übertrieben. Groß. Maulig.

Zeck

„Lyme-Disease. Nicht behandelbar. Die Ärzte meinen, es wären noch zwei Wochen.“
Er antwortete nicht. Sie verließen den Saal, er nahm ihre Tasche, trug sie am schlaffen Arm aus dem Kino. Als sie beim Aufstehen dicht an ihm vorbeiging, atmete er sie ein. So tief er konnte. Er hielt den Atem an – so lang er konnte. Es war das erste Mal, dass er sie aufnehmen wollte in sich, in seinen Erfahrungsschatz, dass er sie nicht gehen lassen wollte. Er wollte sie behalten. Nun wusste er, dass er das musste, denn nun wusste er, dass er es nicht konnte.
Noch all die Jahre die da kommen sollten, würde er immer wieder an diesen Abend denken. Als das Leben sie, die immer fortgelaufen war, plötzlich eingeholt hatte und sie anfüllte. Als das Leben plötzlich aus jeder ihrer Bewegungen zu fließen schien. Mit jedem Schluck, jedem Zug, jedem Schritt, jedem Blick, jedem Ton schien sie sich ein Denkmal setzen zu wollen, schien sie sich mit all dem Gewicht ihrer Seele hineinpressen zu wollen in die Welt, der sie bald „Adieu“ sagen sollte. Es sollten nur noch drei Tage werden.
Die Borreliose hatte seine Schwester genommen. Den Zeckenbiss hatte sie sich wohl zugezogen, als sie an einem der schönsten Sommertage des vergangenen Jahres zum Apfelbaum in ihrem weiten Garten gegangen war. Nicht dass sie Zeit gehabt hätte sich um sowas zu kümmern, nein, alles was sie wollte, war sich einen Apfel aus ihrem Garten zu nehmen. Sie brauchte einen für eine Apfel-Wasabi-Gesichtsmaske, deren Rezept sie in einer ihrer zahlreichen und wahllos gekauften Frauenzeitschriften gefunden hatte. Der Gärtner hatte sie davor gewarnt im Rock durch den Rasen zu gehen aber sie ließ sich nicht abbringen. Und jetzt, jetzt war sie aus ihrem paradiesischen Leben entlassen worden.
Als Designer von Leitern nahm er es sich als ihr Bruder zur Pflicht solchen Dramen entgegenzuwirken.
Ein fahrbare Leiter auf einem Gerüst war die Lösung, mit der man Bäume erreichen kann, ohne durch die Wiese zu müssen.
Eine Leiter quasi, die gegen Zecken hilft.
Gegen viele Zecken.

„Lyme-Disease. Nicht behandelbar. Die Ärzte meinen, es wären noch zwei Wochen.“

Er antwortete nicht. Sie verließen den Saal, er nahm ihre Tasche, trug sie am schlaffen Arm aus dem Kino. Als sie beim Aufstehen dicht an ihm vorbeiging, atmete er sie ein. So tief er konnte. Er hielt den Atem an – so lang er konnte. Es war das erste Mal, dass er sie aufnehmen wollte in sich, in seinen Erfahrungsschatz, dass er sie nicht gehen lassen wollte. Er wollte sie behalten. Nun wusste er, dass er das musste, denn nun wusste er, dass er es nicht konnte.

Noch all die Jahre die da kommen sollten, würde er immer wieder an diesen Abend denken. Als das Leben sie, die immer fortgelaufen war, plötzlich eingeholt hatte und sie anfüllte. Als das Leben plötzlich aus jeder ihrer Bewegungen zu fließen schien. Mit jedem Schluck, jedem Zug, jedem Schritt, jedem Blick, jedem Ton schien sie sich ein Denkmal setzen zu wollen, schien sie sich mit all dem Gewicht ihrer Seele hineinpressen zu wollen in die Welt, der sie bald „Adieu“ sagen sollte. Es sollten nur noch drei Tage werden.

Die Borreliose hatte seine Schwester genommen. Den Zeckenbiss hatte sie sich wohl zugezogen, als sie an einem der schönsten Sommertage des vergangenen Jahres zum Apfelbaum in ihrem weiten Garten gegangen war. Nicht dass sie Zeit gehabt hätte sich um sowas zu kümmern, nein, alles was sie wollte, war sich einen Apfel aus ihrem Garten zu nehmen. Sie brauchte einen für eine Apfel-Wasabi-Gesichtsmaske, deren Rezept sie in einer ihrer zahlreichen und wahllos gekauften Frauenzeitschriften gefunden hatte. Der Gärtner hatte sie davor gewarnt im Rock durch den Rasen zu gehen aber sie ließ sich nicht abbringen. Und jetzt, jetzt war sie aus ihrem paradiesischen Leben entlassen worden.

Als Designer von Leitern nahm er es sich als ihr Bruder zur Pflicht solchen Dramen entgegenzuwirken.

Ein fahrbare Leiter auf einem Gerüst war die Lösung, mit der man Bäume erreichen kann, ohne durch die Wiese zu müssen.

Eine Leiter quasi, die gegen Zecken hilft.

DSC01206b

Gegen viele Zecken.

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Was fällt euch ein?

Lieber verwirrter Geschichtsstudent, der du deinen Kurs mit Scans aus NS-Biologiebüchern beeindrucken wolltest,
Was wäre das hier für ein schöner Eintrag gewesen, wenn du doch nur Nazi gewesen wärest. Ich hätte nach Herzenslust auf dir herumhacken können. Und wieviel einfacher hättest du es mir gemacht, wenn du auch noch einen Kommentar hinterlassen hättest. Aber, ach, was soll’s, mir sind solche Details ja egal. Ich tu einfach so, obwohl ich mir nicht ernsthaft vorstellen kann, dass du so drauf bist. KEINER* ist so drauf.
Es sah so einladend aus, als ich in den Suchbegriffen, mit denen diese Seite gefunden wurde, „Jude Phänotyp“ fand. Ich malte mir aus, wie ein sechzehnjähriger Jungnazi gerade in Biologie Genetik hätte, und den schönen Begriff des Phänotyps eben neu erlernte. Wie sicher er sich fühlte, in den Weiten des Internets, wie anonym. Dessen IP auch in den Foren zu finden ist, die er mit seinen debilen Junior-Stammtischfreunden unterhält. Die ihn dort beim Namen nennen. Die mir, wenn ich mich in dem Forum anmelde und als alter Freund ausgebe, seine Handynummer geben. Die ihm aber, „damit ich ihn überraschen kann“, nichts davon erzählen. Denen ich sage, dass ich zufällig am Wochenende in der Stadt (Münster) sei, ein paar Stunden Zeit hätte und ihn gerne besuchen würde. Ob sie mir nicht seine Adresse geben könnten. Und weil ich so ein gutherziger Mensch bin, werde ich ihn bei jedem Gewinnspiel anmelden, dass es im Internet gibt, auf dass er bis an sein Lebensende mit Spampost überhäuft wird, bis seine persönliche CO2-Bilanz so düster aussieht, dass er, damit Deutschland noch die EU-Regularien erfüllen kann, ausgebürgert wird, wie alle anderen, für die Bäume gefällt werden, damit sie Werbung kriegen, die sie nicht lesen.**
Und diesen selbstgezüchteten Problemmenschen wird man ein Land schenken.
Direkt neben Israel, hoffe ich.
Man hört, die haben noch einige Hühner mit solchen wie dir zu rupfen.
* Obschon es ja Leute geben soll, die sich auch schon mal essen lassen.
** Komma-Galore! Elf Stück!
„Sex Huhn“?! Hoffentlich hast du Google-Safe-Search ausgeschaltet, Freundchen. Wobei. Hoffentlich nicht.
Verdammt, ihr habt die jungfräuliche Seele dieser Seite geschändet!

Lieber verwirrter Geschichtsstudent, der du deinen Kurs mit Scans aus NS-Biologiebüchern beeindrucken wolltest,

Was wäre das hier für ein schöner Eintrag gewesen, wenn du doch nur Nazi gewesen wärest. Ich hätte nach Herzenslust auf dir herumhacken können. Und wieviel einfacher hättest du es mir gemacht, wenn du auch noch einen Kommentar hinterlassen hättest. Aber, ach, was soll’s, mir sind solche Details ja egal. Ich tu einfach so, obwohl ich mir nicht ernsthaft vorstellen kann, dass du so drauf bist. KEINER* ist so drauf.

Es sah so einladend aus, als ich in den Suchbegriffen, mit denen diese Seite gefunden wurde, „Jude Phänotyp“ fand. Ich malte mir aus, wie ein sechzehnjähriger Jungnazi gerade in Biologie Genetik hätte, und den schönen Begriff des Phänotyps eben neu erlernte. Wie sicher er sich fühlte, in den Weiten des Internets, wie anonym. Dessen IP auch in den Foren zu finden ist, die er mit seinen debilen Junior-Stammtischfreunden unterhält. Die ihn dort beim Namen nennen. Die mir, wenn ich mich in dem Forum anmelde und als alter Freund ausgebe, seine Handynummer geben. Die ihm aber, „damit ich ihn überraschen kann“, nichts davon erzählen. Denen ich sage, dass ich zufällig am Wochenende in der Stadt (Münster) sei, ein paar Stunden Zeit hätte und ihn gerne besuchen würde. Ob sie mir nicht seine Adresse geben könnten. Und weil ich so ein gutherziger Mensch bin, werde ich ihn bei jedem Gewinnspiel anmelden, dass es im Internet gibt, auf dass er bis an sein Lebensende mit Spampost überhäuft wird, bis seine persönliche CO2-Bilanz so düster aussieht, dass er, damit Deutschland noch die EU-Regularien erfüllen kann, ausgebürgert wird, wie alle anderen, für die Bäume gefällt werden, damit sie Werbung kriegen, die sie nicht lesen.**

Und diesen selbstgezüchteten Problemmenschen wird man ein Land schenken.

Direkt neben Israel, hoffe ich.

Man hört, die haben noch einige Hühner mit solchen wie dir zu rupfen.

* Obschon es ja Leute geben soll, die sich auch schon mal essen lassen.

** Komma-Galore! Elf Stück!

Suchbegriffe

„Sex Huhn“?! Hoffentlich hast du Google-Safe-Search ausgeschaltet, Freundchen. Wobei. Hoffentlich nicht.

Bonus-Sternchen: Ich sollte mehr über Essen schreiben. DAS ist es nämlich, wonach die Leute im Internet suchen. Du hast dich geirrt, Gregory House.

Verdammt, ihr habt die jungfräuliche Seele dieser Seite geschändet!

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