Riesenmaulhai

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Übertrieben. Groß. Maulig.

Wo kommt eigentlich die Wurst her?

So durch die Hauptstadt schlacksig schlendernd und pflanzlich flanierend fallen einem doch gewisse Unterschiede zur niedersächsischen Provinz um und in Osnabrück auf.
Der wohl wichtigste Aspekt werden wohl die Menschen sein, hier vor allen Dingen die Menge. Es überrascht zwar zugegebenermaßen nur wenige, dass es in Berlin mehr Menschen gibt als im zwanzig mal kleineren Osnabrückchen, allerdings ist die unterbewusste Wahrnehmung dessen doch eine weitaus Stärkere. So tritt dann eben auch der „Man sieht den Baum vor lauter Wald nicht“-Effekt auf, und es können tatsächlich Verrückteste Dinge um einen herum passieren, die man aber seltsamerweise gar nicht als solche wahrnimmt.
(Der geneigte Leser wird sich an dieser Stelle denken: „Aha, jetzt is er am eigentlichen Punkt angelangt, genug des Geschwafels, jetzt geht’s zur Sache“. Jaja. Nix da.)
Dies ist also circa die geistige Grundhaltung, die man sich bei den dortigen Werbern immer dazudenken muss: Ein Unterbewusstsein bis zum bersten angefüllt mit Psychopathie.
Und ganz offensichtlich macht man sich beim Schlachter um die Ecke nicht sonderlich Gedanken, was die Herren Agenten so treiben, man lässt sie scheinbar Schweinescheiben schneidend gewähren, macht sich nichts weiter draus. Man kennt ja noch die alte Zunftordnung.
So ist es etwa 1988 gewesen, als ich mit meinem älteren Bruder am Arm durch den abendlichen Berliner Bezirk Steglitz lief. Ich war ehrlich gesagt leicht angespannt, hatten wir doch gerade die Flucht in den Westen geschafft um „Chucky – die Mörderpuppe“ auf der großen Leinwand zu sehen. Ich jedenfalls, mit meinem stattlichen Meter*, machte mir zum allerersten Mal in die Hose**, als mir genau auf Augenhöhe dieses Beil erschien.
„Hallo. Chucky. Nett hast du’s dir eingerichtet. Ach, ist das da eine Tierscheiben-Abschneide-Maschine, die du da so süß hinter dem Lämmchen drappiert hast? Sehr niedlich.
Ach, und Herr Metzger, sehr appetitlich, wirklich. Ich will mich gerade mit meinem ganzen Körper in eine noch warme Rinderhälfte werfen. Gibt’s bei ihnen nicht? Sollten sie sich aber vielleicht überlegen für den Erlebniseinkauf beim Fleischhacker.“
(Die Bilder sind übrigens originale Abdrücke von meiner Retina, in die sie sich sofortig einbrannten)
* Körpergröße
** Ich galt in meiner osteuropäischen Heimat als motorisches Wunder

So durch die Hauptstadt schlacksig schlendernd und pflanzlich flanierend fallen einem doch gewisse Unterschiede zur niedersächsischen Provinz um und in Osnabrück auf.

Der wohl wichtigste Aspekt werden wohl die Menschen sein, hier vor allen Dingen die Menge. Es überrascht zwar zugegebenermaßen nur wenige, dass es in Berlin mehr Menschen gibt als im zwanzig mal kleineren Osnabrückchen, allerdings ist die unterbewusste Wahrnehmung dessen doch eine weitaus Stärkere. So tritt dann eben auch der „Man sieht den Baum vor lauter Wald nicht“-Effekt auf, und es können tatsächlich Verrückteste Dinge um einen herum passieren, die man aber seltsamerweise gar nicht als solche wahrnimmt.

(Der geneigte Leser wird sich an dieser Stelle denken: „Aha, jetzt is er am eigentlichen Punkt angelangt, genug des Geschwafels, jetzt geht’s zur Sache“. Jaja. Nix da.)

Dies ist also circa die geistige Grundhaltung, die man sich bei den dortigen Werbern immer dazudenken muss: Ein Unterbewusstsein bis zum bersten angefüllt mit Psychopathie.

Und ganz offensichtlich macht man sich beim Schlachter um die Ecke nicht sonderlich Gedanken, was die Herren Agenten so treiben, man lässt sie scheinbar Schweinescheiben schneidend gewähren, macht sich nichts weiter draus. Man kennt ja noch die alte Zunftordnung.

So ist es etwa 1988 gewesen, als ich mit meinem älteren Bruder am Arm durch den abendlichen Berliner Bezirk Steglitz lief. Ich war ehrlich gesagt leicht angespannt, hatten wir doch gerade die Flucht in den Westen geschafft um „Chucky – die Mörderpuppe“ auf der großen Leinwand zu sehen. Ich jedenfalls, mit meinem stattlichen Meter*, machte mir zum allerersten Mal in die Hose**, als mir genau auf Augenhöhe dieses Beil erschien.

DSC00859

„Hallo. Chucky. Nett hast du’s dir eingerichtet. Ach, ist das da eine Tierscheiben-Abschneide-Maschine, die du da so süß hinter dem Lämmchen drappiert hast? Sehr niedlich.

DSC00864

Ach, und Herr Metzger, sehr appetitlich, wirklich. Ich will mich gerade mit meinem ganzen Körper in eine noch warme Rinderhälfte werfen. Gibt’s bei ihnen nicht? Sollten sie sich aber vielleicht überlegen für den Erlebniseinkauf beim Fleischhacker.“

Anmerkung: Die Bilder sind übrigens originale Abdrücke von meiner Retina, in die sie sich sofortig einbrannten

* Körpergröße

** Ich galt in meiner osteuropäischen Heimat als motorisches Wunder

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