Riesenmaulhai

Icon

Übertrieben. Groß. Maulig.

Neue Erfindung: Brot vom Vortag

Wie anders die Zeiten doch geworden sind.
Früher(tm), als wir nichts hatten, die Winter noch
Schneemannschlachten sahen und man sich im Sommer langsam
aber sicher zwischen Baggersee und Eiswagen auflöste, da
wurden in der Werbung auch noch Inhalte vermittelt. Da wurde
Kleidung über ihren praktischen Nutzen verkauft (Goretex,
Nike Air), und Pommes hießen so, wie sie hergestellt wurden:
Fritten.
Heute, in dieser so schnelllebigen und emotionalisierten
Zeit allerdings, wird eben kein Feature, sondern ein Gefühl
an den etwaigen Kunden gebracht*.
Ein Lehrstück darin führt uns dieser Tage der schwedische
Software-Entwickler Opera vor. Was ‚Opera Unite‘ eigentlich ist, ist überhaupt nicht relevant, nichts wirklich neues. Erstaunlich ist aber, mit welchem
Mittel Opera dem gemeinen Internet Surfer sein, immerhin
kostenloses, Produkt anpreist: Es wird pure Angst
geschaffen.
Angst vor hintergründigen, bedrohlichen, unkontrollierbaren
Serverstrukturen, vor monotoner Schreibtischsklaverei, Angst
vor der Unmündigkeit und der Bedeutungslosigkeit, die
schiere existenzielle Angst der Nicht-Existenz und
Wertlosigkeit. Angst, Angst, Angst, nicht aufzuhaltender
Terror in diesen so unüberschaubaren Weiten des Internets.
Klingt unangenehm, wie ich finde. Aber ’s gibt ja
Opera, ne.
Opera Unite, so lernen wir in dem Spot, zertrennt diese
Ketten, streift uns die Fesseln ab und erlaubt uns UNSER Web
zu gestalten. Wir sind keine Anarchisten, wir sind Jeanne
d’Arc** und William Wallace, freie Herzen die für die Selbstbestimmung kämpfen, wir sind legere Anzug/Kostüm
Executives in ihrer Mittagspause, ihrem täglichen Bad in
physischer wie psychischer Erholung. Mit dieser Software
sind wir ein verliebendes Pärchen auf einer Parkbank, ein
Pol der Freiheit und Menschlichkeit in einem Sumpf
geknechteter Bücklinge***, wir sind… verdammt, ich will
zwei davon.
* Das merke man sich bitte, ich werde in zukünftigen Posts
darauf zurück kommen
** Sollte irgendwer auf die Idee kommen, die würde hier
nicht passen, werd ich eigenhändig den dazugehörigen
Wikipedia-Artikel abändern, einen Screenshot machen, und als
Beweis vorlegen. Nur damit ihr wisst, worauf ihr euch
einlasst
*** Gefunden über „Sklave Synonym“ bei Google

Wie anders die Zeiten doch geworden sind.

Früher(tm), als wir nichts hatten, die Winter noch Schneemannschlachten sahen und man sich im Sommer langsam aber sicher zwischen Baggersee und Eiswagen auflöste, da wurden in der Werbung auch noch Inhalte vermittelt. Da wurde Kleidung über ihren praktischen Nutzen verkauft (Goretex, Nike Air), und Pommes hießen so, wie sie hergestellt wurden: Fritten.

Heute, in dieser so schnelllebigen und emotionalisierten Zeit allerdings, wird eben kein Feature, sondern ein Gefühl an den etwaigen Kunden gebracht*.

Ein Lehrstück darin führt uns dieser Tage der schwedische Software-Entwickler Opera vor. Was ‚Opera Unite‘ eigentlich ist, ist überhaupt nicht relevant, nichts wirklich neues. Erstaunlich ist aber, mit welchem Mittel Opera dem gemeinen Internet Surfer sein, immerhin kostenloses, Produkt anpreist: Es wird pure Angst geschaffen.

Angst vor hintergründigen, bedrohlichen, unkontrollierbaren Serverstrukturen, vor monotoner Schreibtischsklaverei, Angst vor der Unmündigkeit und der Bedeutungslosigkeit, die schiere existenzielle Angst der Nicht-Existenz und Wertlosigkeit. Angst, Angst, Angst, nicht aufzuhaltender Terror in diesen so unüberschaubaren Weiten des Internets.

Klingt unangenehm, wie ich finde. Aber ’s gibt ja Opera, ne.

Opera Unite, so lernen wir in dem Spot, zertrennt diese Ketten, streift uns die Fesseln ab und erlaubt uns UNSER Web zu gestalten. Wir sind keine Anarchisten, wir sind Jeanne d’Arc** und William Wallace, freie Herzen die für die Selbstbestimmung kämpfen, wir sind legere Anzug/Kostüm Executives in ihrer Mittagspause, ihrem täglichen Bad in physischer wie psychischer Erholung. Mit dieser Software sind wir ein verliebendes Pärchen auf einer Parkbank, ein Pol der Freiheit und Menschlichkeit in einem Sumpf geknechteter Bücklinge***, wir sind… verdammt, ich will zwei davon.

* Das merke man sich bitte, ich werde in zukünftigen Posts darauf zurück kommen

** Sollte irgendwer auf die Idee kommen, die würde hier nicht passen, werd ich eigenhändig den dazugehörigen Wikipedia-Artikel abändern, einen Screenshot machen, und als Beweis vorlegen. Nur damit ihr wisst, worauf ihr euch einlasst

*** Gefunden über „Sklave Synonym“ bei Google

Advertisements

Einsortiert unter:Uncategorized, , , , , , , , , , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: